Im Rahmen des Projekts FsF werden an den 10 Projektstandorten deutschlandweit 50 Mentorinnen ausgebildet. Am Sonntag hat der Projektstandort Delmenhorst den Anfang gemacht.

Auf der Tagesordnung: Eine intensive Erarbeitung der Grundlagen des Mentoring im Kontext der Präventionsarbeit. Dafür haben die zukünftigen Mentorinnen nicht nur theoretisches Wissen erhalten, sondern auch in praktischen Rollenspielen ganz reale Situationen mit ihren zukünftigen Mentees durchgespielt und reflektiert. Wichtig war dabei, dass die zukünftigen Mentorinnen ihre Mentees nicht bevormunden, sondern durch Zuhören, Beraten und einem offenen, kultursensiblen Unterstützungsangebot zu mehr Selbstbewusstsein und Selbstständigkeit verhelfen.

Das Mentoring-Konzept bildet eine wichtige Maßnahme im Präventionsprojekt. In Bezug auf radikale Ideologien stellt die Mentorin ein direktes Gegengewicht dar. Sie unterstützt ihre Mentee in allen Lebensphasen und bietet gesellschaftlichen Halt. Gerade die schwierige Zeit des Erwachsenwerdens wird nicht selten von radikalen Gruppen genutzt, um Mädchen und junge Frauen für sich zu gewinnen. Durch ein offenes Ohr und eine Ermutigung zum kritischen Hinterfragen sollen die Mädchen und jungen Frauen als Mentees gestärkt werden.

Am Ende der Schulung waren alle Teilnehmerinnen hoch motiviert und gaben die Rückmeldung, dass sie sich für die bevorstehende Aufgabe als Mentorinnen gut vorbereitet und gestärkt fühlen. Im nächsten Schritt wird die Standortmitarbeiterin Süreyya Uzuner ein Zusammentreffen der zukünftigen Mentorinnen mit den Teilnehmerinnen ihrer Mädchengruppe organisieren. Dabei wird das Mentorinnen-Mentee-Matching durchgeführt.

Bis Juni 2022 werden die Mentorinnen dann ihre Mentees begleiten. Der Anfang ist gemacht und wir dürfen gespannt sein auf weitere Nachrichten vom Standort Delmenhorst.