Gemeinsam für Zusammenhalt, Menschlichkeit und den Schutz sozialer Arbeit

01.07.2026

Die Nachricht von der tödlichen Gewalttat in der Einrichtung der Kinder- und Jugendhilfe in Stade hat uns tief erschüttert. Mit großer Trauer gedenken wir der Mitarbeitenden, die ihr Leben verloren haben. Unser Mitgefühl gilt ihren Familien, Freundinnen und Freunden, Kolleginnen und Kollegen, die dieses unfassbare Ereignis verarbeiten müssen.

Stade steht stellvertretend für tausende Menschen, die sich Tag für Tag mit Kompetenz, Empathie und großem persönlichen Einsatz für das Wohl anderer engagieren. Sie begleiten Kinder, Jugendliche und Familien in herausfordernden Lebenssituationen, vermitteln Hoffnung und schaffen Perspektiven. Ihr Wirken verdient tiefen Respekt und Anerkennung.

Wohlfahrtspflege ist ein unverzichtbarer Pfeiler unseres Gemeinwesens. Sie lebt von Menschen, die Verantwortung übernehmen, zuhören, Konflikte begleiten und Brücken bauen. Gerade dort, wo Lebenslagen schwierig sind, entsteht Vertrauen und Zuversicht.

Eine Gewalttat wie die in Stade darf nicht dazu führen, dass Angst die Oberhand gewinnt oder Menschen sich aus sozialen Berufen zurückziehen. Vielmehr erinnert sie uns daran, wie wertvoll und unverzichtbar diese Arbeit für einzelne Betroffene ist. Wer sich für andere einsetzt, verdient nicht nur Dankbarkeit und Anerkennung, sondern auch den bestmöglichen Schutz und verlässliche Rahmenbedingungen.

Unser besonderer Dank gilt allen Mitarbeitenden der Kinder- und Jugendhilfe, der Sozialen Arbeit sowie den vielen haupt- und ehrenamtlich Engagierten, die auch in belastenden Situationen Verantwortung übernehmen.

Wir dürfen uns von dieser schrecklichen Tat nicht den Glauben an die Bedeutung dieses Engagements nehmen lassen.

Wir stehen an der Seite aller, die sich für das Wohl anderer einsetzen. Im Gedenken an die Opfer von Stade wollen wir ihren Einsatz nicht nur würdigen, sondern ihn als Auftrag verstehen weiter füreinander einzustehen.

Die Erinnerung an die Verstorbenen verpflichtet uns, den Wert sozialer Arbeit sichtbar zu machen und den Menschen, die sie leisten, mit Wertschätzung, Vertrauen und Unterstützung zu begegnen.