Unter dem Motto „Zukunft gemeinsam gestalten“ haben wir einen besonderen Abend voller Begegnung, Austausch und Gemeinschaft erlebt.
Als Sozialdienst muslimischer Frauen Kempten setzen wir uns nicht nur im Fastenmonat Ramadan für Dialog, Frieden und gegenseitiges Verständnis ein, sondern engagieren uns das ganze Jahr über für eine offene und vielfältige Gesellschaft.
Mit dem diesjährigen Fastenbrechen (auch Iftar genannt), veranstaltet in den Räumlichkeiten des Mehrgenerationenhaus Kempten, wollten wir die Gelegenheit bieten, miteinander ins Gespräch zu kommen, Vorurteile abzubauen und die Vielfalt unserer Gesellschaft aktiv zu würdigen.



Der Abend begann mit einem Vortrag von Gönül Yerli zum Thema „Ramadan: Ein Monat wie kein anderer – Tradition, Spiritualität und die Kraft des Fastens“. Sie erläuterte die Bedeutung des Fastens im Islam, aber auch in Bezug zu den beiden anderen großen monotheistischen Religionen. Sie sprach über die spirituelle Dimension des Ramadans und zeigte auf, welche Werte – wie Gemeinschaft, Dankbarkeit und Solidarität – in dieser Zeit besonders gelebt werden. Die Kraft und der Wille für ein friedvolles Miteinander war die Kernbotschaft des Vortrags.



Im Anschluss daran wurde gemeinsam das Fasten gebrochen, und die Gäste konnten bei einem vielfältigen Buffet mit traditionellen Gerichten nicht nur die kulinarische, sondern auch die kulturelle Vielfalt genießen. In einer offenen und herzlichen Atmosphäre entstanden Gespräche über Religionen, Traditionen und persönliche Erfahrungen, die den interkulturellen Austausch bereicherten.
Über 150 Gäste folgten unserer Einladung – darunter Vertreter:innen aus Politik, Gesellschaft, verschiedenen Religionsgemeinschaften und engagierten Bürger:innen. Sie nutzten die Gelegenheit, sich kennenzulernen, auszutauschen, zu lachen und miteinander zu feiern. Die Begegnungen und Gespräche zeigten eindrucksvoll, wie vielfältig und bereichernd unser Zusammenleben ist, wenn wir einander mit Offenheit und Respekt begegnen.
Mit dieser Veranstaltung haben wir gemeinsam ein starkes Zeichen für ein lebendiges, friedliches und vielfältiges Miteinander gesetzt – ein Zeichen, das weit über diesen Abend hinaus wirkt.