An einem Mittwochmorgen trafen sich einige interessierte Frauen auf einem Parkplatz in der Nähe des Waldes, um gemeinsam etwas Neues auszuprobieren: Waldbaden. Schon beim Ankommen war die Vorfreude spürbar – auf Ruhe, Natur und eine kleine Auszeit vom Alltag.
Nach einer kurzen Begrüßung führte Müberra Ahci-Hanci die Teilnehmerinnen in das Thema ein. Waldbaden, auf Japanisch Shinrin Yoku, bedeutet so viel wie „Eintauchen in die Atmosphäre des Waldes“. Die Methode stammt aus Japan und wird dort seit vielen Jahren als anerkannte Form der Gesundheitsförderung und Stressreduktion eingesetzt. Studien zeigen, dass bewusste Zeit im Wald beruhigend auf Körper und Geist wirken kann: Der Puls verlangsamt sich, Stress kann reduziert werden und die Konzentration auf den Moment stärkt das allgemeine Wohlbefinden.



Bevor die Gruppe in den Wald aufbrach, wurden einige einfache Regeln besprochen: langsam gehen, achtsam sein, Handys ausschalten und sich ganz auf das Erlebnis Wald konzentrieren. Schnell wurde deutlich: Beim Waldbaden geht es nicht um Leistung oder Bewegung, sondern darum, bewusst wahrzunehmen.
Begleitet von ruhigen Anleitungen von Müberra Ahci-Hanci erlebten die Teilnehmerinnen den Wald auf eine neue Weise. Nach und nach rückten die Geräusche des Alltags in den Hintergrund. Stattdessen wurden Vogelstimmen, das Rascheln der Blätter und der Duft des Waldes intensiver wahrgenommen. Die Gruppe bewegte sich langsam durch den Wald und ließ sich auf die besondere Atmosphäre ein.



Nach einer kleinen Wanderung machte die Gruppe Halt auf einer Lichtung. Jede Teilnehmerin suchte sich ihren eigenen Platz – auf dem Boden, auf einem Baumstamm oder angelehnt an einen Baum. Mit geschlossenen Augen, begleitet von einer ruhigen Stimme und sanften Klängen der Natur, konnten die Frauen zur Ruhe kommen, tief durchatmen und den Moment genießen. Ein warmer Tee rundete die entspannte Atmosphäre ab.
Im Anschluss hatten die Teilnehmerinnen Zeit, ihre Gedanken und Eindrücke festzuhalten. Einige schrieben ihre Erfahrungen auf, andere sammelten Naturmaterialien und gestalteten daraus ein gemeinsames Mandala. Dabei entstand ein kreatives und sehr persönliches Werk.



Auch auf dem Rückweg blieb die Stimmung ruhig und gelöst. Die Frauen tauschten sich über ihre Erlebnisse aus und genossen die gemeinsame Zeit in der Natur. Auf einer Wiese wurden schließlich noch Löwenzahn und verschiedene Wildkräuter entdeckt und gesammelt – vielleicht auch mit der Idee, sie später zuhause im Salat zu verwenden.
Das Waldbaden zeigte, wie wohltuend kleine bewusste Auszeiten in der Natur sein können. Die Veranstaltung bot nicht nur Entspannung, sondern auch die Möglichkeit, den Wald neu zu entdecken, Gemeinschaft zu erleben und den Alltag für einen Moment hinter sich zu lassen.
FÖRDERUNG
Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms „Gesellschaftlichen Zusammenhalts – Vor Ort. Vernetzt. Verbunden.“ mit Fördermitteln des Bundesministeriums des Innern, für Bau und Heimat gefördert. #bgzvorort @bamf_bund

