Gemeinsam zurückblicken, den Sommer genießen und den Herbst gestalten
Bevor wir in die lange Sommerpause bis Mitte September starten, haben wir uns bei einem gemeinsamen Frühstück mit den Teilnehmerinnen von wirKEn – Wir in Kempten für Nachhaltigkeit und Integration getroffen. Im Mittelpunkt standen der Austausch, gemeinsame Gespräche und die Frage: Was verbinden wir eigentlich mit dem Sommer – und wie können wir die kommenden Monate bei wirKEn gemeinsam gestalten?
Bei einem gemütlichen Frühstück kamen Frauen unterschiedlichen Alters und mit verschiedenen Lebensgeschichten zusammen. Einige kannten sich bereits aus vergangenen Veranstaltungen, andere waren zum ersten Mal dabei. Schnell entwickelte sich eine offene und herzliche Atmosphäre. Die Frauen kamen miteinander ins Gespräch, tauschten Erfahrungen aus und lernten sich kennen. Es wurde gelacht, erzählt und gemeinsam überlegt – ein schöner Vormittag, der einmal mehr gezeigt hat, wie Begegnung verbinden kann.



Was bedeutet Sommer für uns?
Zum Einstieg haben wir gemeinsam gesammelt, welche Bilder und Gefühle wir mit dem Sommer verbinden. Sonne, Meer und Eis gehörten ebenso dazu wie Entspannung, Schwimmen und lange Sommernächte. Eine Teilnehmerin brachte den Duft frisch gemähter Wiesen ins Gespräch – eine Erinnerung, die bei vielen sofort Bilder vom Sommer und von der Natur weckte.
Der Austausch machte deutlich: Sommer bedeutet für jede Frau etwas anderes. Für die eine sind es warme Tage am Wasser, für die andere Ausflüge in die Natur, gemeinsame Zeit mit der Familie oder einfach ein ruhiger Nachmittag im Grünen.



Sommer in Kempten und im Allgäu
Aus den persönlichen Sommererinnerungen entwickelte sich schnell ein lebendiger Austausch über Ausflugsziele und Freizeitmöglichkeiten in Kempten und der Region. Die Teilnehmerinnen gaben sich gegenseitig Tipps und entdeckten dabei auch neue Möglichkeiten für die eigene Freizeitgestaltung.
Für Kempten wurden unter anderem das APC Cambodunum mit dem Römerspielplatz, die Milchtankstelle und die „Milchbrüder“, das Maislabyrinth, der Stadtweiher und der Bachtelweiher genannt. Auch Minigolf, ein Besuch in der Eisdiele, der Illerradweg, der Kemptener Wald und der Wasserweg in Durach waren Gesprächsthemen. Für einen Ausflug an einen Badesee wurde der Öschlesee empfohlen. Ergänzend konnten sich die Teilnehmerinnen über weitere Möglichkeiten aus den Tourismusinformationen der Region informieren.
Auch für Ausflüge im Allgäu kamen zahlreiche Ideen zusammen: Füssen mit dem Forggensee, Alpsee, Schloss Neuschwanstein und Schloss Hohenschwangau, dem Walderlebniszentrum Ziegelwies, dem Baumwipfelweg und dem Lechfall. Genannt wurden außerdem Wanderwege und Bergbahnen in Oberstdorf, der Schrecksee bei Bad Hindelang, Hinterstein, der Bodensee mit Bregenz und der Insel Mainau sowie die Pfahlbauten in Unteruhldingen.
Weitere Tipps führten nach Legau zu Rapunzel, in den Kräutergarten Artemisia bei Oberstaufen, in den Skyline Park, nach Immenstadt an den Alpsee und zur Alpsee-Bergwelt. Auch die Mittagbahn, der Märchenwald in Schongau und der Eichhörnchenwald bei Füssen fanden ihren Platz in der Sammlung.
So entstand ganz nebenbei eine persönliche Sammlung von Ausflugstipps, die die Frauen untereinander weitergeben konnten. Besonders wertvoll war dabei der Austausch untereinander: Viele Empfehlungen kamen direkt aus den Erfahrungen der Teilnehmerinnen.
Mit Ideen in den Herbst
Nach dem sommerlichen Rückblick richtete sich der Blick auf die Zeit nach der Sommerpause. Welche Themen interessieren die Frauen? Was möchten sie ausprobieren? Und welche gemeinsamen Aktivitäten könnten im Herbst entstehen?
Die Wünsche waren vielfältig: Einwecken, Basteln mit Pappmaschee, Sticken, Stricken und Häkeln wurden ebenso genannt wie die Herstellung alltagsnaher Gegenstände. Auch Upcycling stieß auf Interesse – beispielsweise durch das Nähen einer Jacke, Weste oder Tasche.
Weitere Ideen waren eine Aromatherapie mit der Bahnhofsapotheke, Töpfern im Kempodium und das Arbeiten mit Modelliermasse. Auch ein Besuch im Hortus Natura, ein Picknick am Bachtelweiher sowie Ausflüge zu Rapunzel oder Primavera in Oy-Mittelberg wurden vorgeschlagen. Yoga und Kneipp-Angebote, beispielsweise in Schongau oder im Trakgauer Raum, ergänzten die Sammlung.
Auch das gemeinsame Kochen soll weiter Teil von wirKEn bleiben. Dabei kam die Idee auf, eigene Rezepte aus dem bereits entstandenen wirKEn-Kochbuch aufzugreifen und gemeinsam weiterzuentwickeln.
Die vielen Vorschläge zeigen, wie vielfältig die Interessen der Teilnehmerinnen sind. Gleichzeitig prüfen wir bei der weiteren Planung jeden Wunsch auch unter dem Gesichtspunkt der Nachhaltigkeit: Welche Angebote passen zu den Zielen von wirKEn? Was lässt sich mit unseren Möglichkeiten umsetzen? Welche Aktivitäten sind für die Teilnehmerinnen zugänglich und sinnvoll? Und wo können wir nachhaltiges Handeln mit Begegnung, Kreativität und gemeinsamem Lernen verbinden?
Gemeinsam planen, gemeinsam gestalten
Unser Sommerfest hat gezeigt, wie wertvoll solche Begegnungsräume sind. Die Teilnehmerinnen konnten nicht nur auf die vergangenen Monate zurückblicken, sondern auch ihre eigenen Ideen und Wünsche einbringen. Damit gestalten sie das Projekt aktiv mit.
Für uns als Projektteam ist dieser Austausch eine wichtige Grundlage für die weitere Planung. Denn wirKEn soll nah an den Interessen und Lebenswelten der Frauen bleiben und gleichzeitig Impulse für nachhaltiges Handeln geben.
Mit vielen Ideen, neuen Kontakten und schönen Gesprächen verabschieden wir uns nun in die Sommerpause. Wir freuen uns darauf, die Teilnehmerinnen im Herbst wiederzusehen und gemeinsam neue Wege zu gehen.
Das Projekt wirKEn lebt von den Menschen, die es mitgestalten. Wir freuen uns auf alle Frauen, die bereits dabei sind – und auf diejenigen, die uns im Herbst neu kennenlernen möchten.
ZIELGRUPPE
Das Angebot richtet sich an Frauen aller Altersgruppen, mit und ohne Migrationsgeschichte.
FÖRDERUNG
Das Projekt wird im Rahmen des Bundesprogramms „Gesellschaftlichen Zusammenhalts – Vor Ort. Vernetzt. Verbunden.“ mit Fördermitteln des Bundesministeriums des Innern und für Heimat gefördert. #bgzvorort @bamf_bund

