In Freiburg hat ein bundesweit beachteter Vorfall für Diskussionen über Respekt, Zusammenhalt und religiöse Vielfalt gesorgt: Die Ramadan‑Beleuchtung im Seepark wurde kurz nach ihrer feierlichen Einweihung mutwillig sabotiert. Kabel wurden durchtrennt und ein Banner verdeckte den Schriftzug. Der Staatsschutz ermittelt wegen eines politischen Motivs.
Was ist passiert?
Die Ramadan‑Lichter im Freiburger Seepark waren als öffentliches Zeichen der Anerkennung und des respektvollen Miteinanders installiert worden. Sie sollten nicht nur muslimischen Glaubensgemeinschaften Sichtbarkeit geben, sondern ein friedliches Bild von kultureller und religiöser Vielfalt vermitteln.
Doch nur kurze Zeit nach ihrer Einweihung wurden Stromkabel durchtrennt, einzelne Lampen zerstört und ein Banner angebracht, das den Schriftzug verdeckte. Der Vorfall hat innerhalb der Stadt und darüber hinaus für Bestürzung gesorgt.
Breite Solidarität in Freiburg
Unmittelbar nach der Sabotage organisierten Religionsgemeinschaften, Politikerinnen und Politiker, Bürgerinnen und Bürger eine Solidaritätskundgebung, um ein Zeichen gegen Hass und Ausgrenzung zu setzen. Vertreterinnen und Vertreter von Christen, Juden und Muslimen stellten sich gemeinsam hinter die Ramadan‑Beleuchtung.
In Redebeiträgen wurde betont:
- dass Vielfalt und gegenseitiger Respekt das Fundament eines friedlichen Zusammenlebens sind,
- und dass religiöse Feste wie der Ramadan als Ausdruck kultureller Identität öffentliche Anerkennung verdienen.
Diese breite Unterstützung kam unabhängig von konfessioneller Zugehörigkeit: Christliche, jüdische und muslimische Gemeinden zeigten gemeinsam Flagge gegen Intoleranz und Gewalt.
Warum ist das wichtig?
Der Vorfall in Freiburg berührt Grundwerte unserer Gesellschaft:
- Religionsfreiheit
- Respekt vor Vielfalt
- Solidarität zwischen verschiedenen Gemeinschaften
Gerade in Zeiten, in denen gesellschaftliche Spannungen spürbar sind, sind solche Zeichen der Verbundenheit wichtig. Sie erinnern daran, dass gegenseitiges Verständnis und gemeinsamer Respekt stärker sind als Ablehnung und Zerstörung.
Unsere Haltung
Als Gemeinschaft, die Vielfalt wertschätzt, verurteilen wir jede Form von Gewalt und Intoleranz. Wir stehen für ein friedliches, respektvolles Miteinander, in dem Menschen unabhängig von Herkunft, Glauben oder Lebensweise sichtbar und akzeptiert sind.
👉 Die Ramadan‑Beleuchtung ist mehr als nur Licht – sie ist ein Symbol für Respekt, Anerkennung und gesellschaftlichen Zusammenhalt.
https://www.freiburg.de/pb/2562753.html
verwendetes Artikel-Bild: Die erleuchtete Ramadan-Lichtinstallation, die von Rechtsextremen beschädigt worden war. Foto: Patrick Seeger/Stadt Freiburg

