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Empowerment-Projekt · SmF Köln · 2025–2027

Frauenpower

Zahnrad für eine starke Gesellschaft: Junge muslimische und migrantisch gelesene Frauen stärken ihre Identität, machen ihre Perspektiven sichtbar und bringen sich aktiv ein.

2025–27

Projektlaufzeit, März 2025 bis Dezember 2027

Identität

Workshops zu Rollen­bildern, Gleich­berechtigung und Teilhabe

Austausch

Moderierte Gesprächs­kreise im geschützten Raum

Sichtbar

Eigene Videos und Social-Media-Beiträge

Das Projekt

Ein Empowerment-Projekt für junge Mädchen und Frauen — besonders für muslimische Frauen, deren Lebensrealitäten vielfältig sind, auch jenseits migrantischer Zuschreibungen.

Frauenpower – Zahnrad für eine starke Gesellschaft

Wir stärken Frauen in ihrer Individualität und Identität und unterstützen sie dabei, ihre eigenen Ressourcen zu erkennen und zu entfalten. Die Teilnehmerinnen lernen neue Sichtweisen kennen, bauen Netzwerke mit anderen Frauen auf und entdecken vielfältige Möglichkeiten des Engagements — als wertvolle Akteurinnen einer vielfältigen und starken Gesellschaft.

Warum es uns braucht

Viele muslimische und migrantisch gelesene Frauen bewegen sich in einem Spannungsfeld unterschiedlicher Erwartungen.

Sie stehen im Kontext ihrer eigenen Lebenswirklichkeit und sehen sich zugleich mit Anforderungen aus ihren Communitys und aus der Mehrheitsgesellschaft konfrontiert. Vorherrschende Rollenbilder, Normen und moralische Vorstellungen prägen ihre Entwicklung. Gleichzeitig erleben sie Zuschreibungen und Rassismus — etwa in Debatten über „fehlgeschlagene Integration“ oder wenn das Kopftuch pauschal als Symbol der Unterdrückung gedeutet wird. So werden sie oft nicht als selbstbestimmte Subjekte wahrgenommen, sondern als Projektionsfläche für gesellschaftliche Konflikte.

Differenzlinien entlang von Tradition, Geschlecht, Ethnizität, Religiosität und Vorstellungen von Modernität wirken von außen und innerhalb von Communitys. Das kann innere Konflikte verstärken, das Selbstbewusstsein schwächen und Fragen der Zugehörigkeit aufwerfen. Die Folgen reichen von Rückzug über soziale Isolation bis zu eingeschränkter Teilhabe — mit Konsequenzen für die ganze Gesellschaft.

Genau hier setzt unser Projekt an: Wir empowern Frauen, ihre Perspektiven sichtbar zu machen und sich aktiv in die Gesellschaft einzubringen.

Für wen?

Das Projekt richtet sich an muslimische, migrantische und migrantisierte Frauen in Köln und Umgebung — an Frauen, die in Deutschland geboren oder sozialisiert wurden, ebenso wie an neu zugewanderte Frauen mit Fluchterfahrung. Viele verbindet die Erfahrung von Mehrfachzugehörigkeiten und die Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen Zuschreibungen.

Besonders angesprochen sind Frauen, die …

  • ihre Rolle in der Gesellschaft reflektieren möchten
  • sich für soziales Engagement interessieren
  • ihre persönlichen und sozialen Kompetenzen weiterentwickeln wollen

Umsetzung

Ein strukturiertes, mehrjähriges Maßnahmenkonzept verbindet verschiedene Formate:

  1. Workshops

    Regelmäßig, zu Identität, Rollenbildern, Gleichberechtigung, Diskriminierung, Kommunikation und gesellschaftlicher Teilhabe.

  2. Gesprächskreise

    Moderiert, als geschützter Raum für Austausch, Reflexion und gegenseitige Unterstützung.

  3. Freizeit & Exkursionen

    Kreativangebote und Ausflüge, die Gemeinschaft erlebbar machen und neue Zugänge zu gesellschaftlichen Themen öffnen.

  4. Öffentlichkeitsarbeit

    Die Teilnehmerinnen gestalten eigene Beiträge, etwa Videos oder Social-Media-Inhalte, und machen ihre Perspektiven sichtbar.

  5. Fachtagungen & Bericht

    Ein Projektbericht dokumentiert die Ergebnisse und macht sie einer breiten Öffentlichkeit zugänglich.

Wirkung

Das Projekt stärkt die Persönlichkeit der Teilnehmerinnen und fördert ihre soziale Einbindung.

  • Ein vertieftes Bewusstsein für die eigene Identität — auch für die Vielschichtigkeit von Mehrfachidentitäten
  • Ein kritischer Blick auf Rollenbilder; Gleichberechtigung und Sexismus werden enttabuisiert
  • Sensibilität für strukturelle Ungleichheit, Rassismus und intersektionale Diskriminierung
  • Mehr Selbstbewusstsein und Selbstwert — und der Mut, eigene Lebensentwürfe zu entwickeln
  • Ein konstruktiverer Umgang mit belastenden Situationen und Vertrauen in die eigenen Kompetenzen
  • Sicherere Sprache und Kommunikation, kreative Ausdrucksformen und das Erleben eigener Wirksamkeit

Frauen stärken Frauen

Ein zentraler Effekt ist die Rolle der Teilnehmerinnen als Multiplikatorinnen: Sie ermutigen andere Frauen in ähnlichen Lebenslagen, Isolation zu überwinden, aktiv zu werden und sich sichtbar einzubringen. Diese Sichtbarkeit trägt langfristig zum Abbau von Vorurteilen bei — für eine vielfältigere und gerechtere Gesellschaft.

Kontakt

Sie möchten mitmachen oder mehr über das Projekt erfahren? Schreiben Sie uns — wir freuen uns auf Sie.

Team & Ansprech­partnerinnen

  • Projektleitung

    Betül Uçar

    E-Mail
  • Projektmitarbeiterin

    Tuğba Tekin

    E-Mail

Beiträge aus dem Projekt